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"Nua Ned Hudln"

„Vom hudln kemman schiache Kinder“, so lautet eine alte Weisheit aus dem Voralpenland. Was sich im ersten Moment anrüchig und oberflächlich anhört, entpuppt sich nach längerer Analyse des Satzes als die pure Wahrheit. Dass mit „schiach“ nicht immer nur das äußere Erscheinungsbild, oft vielmehr die innere Optik gemeint ist, wird beim lesen dieses Satzes erst im zweiten Anlauf klar. Im Hochdeutschen existiert ein adäquater weit verbreiteter Satz: „Gut Ding will Weile haben“ kommt als Übersetzung wohl am Nähesten ran, hört sich zwar nicht so spektakulär an, dafür kann dieser Satz weder als anrüchig noch als oberflächlich missinterpretiert werden. Lange Rede kurzer Sinn: Wenn man sich mit manchen Dingen ein bisschen Zeit lässt, bekommt man hübsche Nachfahren. Oder so….

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"Auf Wiederkaun"

Wer kennt sie nicht, die Geschichte die uns alljährlich vom 1. Advent vier Wochen lang durch den Dezember bis Weihnanchten begleitet. Ob Kind oder Greis, ob Christ oder Atheist, über die Erlebnisse von Maria und Josef kann jeder berichten: Den anstrengenden Marsch von Nazareth nach Bethlehem, die spärliche Behausung im Stall, weil durch die Volkszählung kein Zimmer verfügbar ist, den hellen Stern am Himmel, der den heiligen drei Königen den Weg weist, all das ist jedermann bekannt. Nur zwei Protagonisten dieser über 2000 Jahre alten Erzählung schenkt man konsequent viel zu wenig Aufmerksamkeit. Und das obwohl sie eine nicht wegzudenkende Rolle in der  Weihnachtsgeschichte bekleiden und nicht zuletzt durch ihr Tun und Handeln ein reibungsloser Ablauf Christi Geburt überhaupt erst gewährleistet wird. Aber damit ist jetzt Schluss. Bühne frei für Ochs und Esel!

"Oane.Moan.I.Nam.I.No"

„OANE.MOAN.I.NAM.I.NO“? Das klingt rein phonetisch nach Morgenröte und aufgehender Sonne in Japan – und das fühlt sich schon mal wohlig an. Auch in Oberbayern. Beschreibt es hier doch den sehnsuchtsvollen Wunsch nach mehr! Auf Hochdeutsch: „Eins würd‘ ich noch nehmen“, oder „Eins geht noch!“.

„OANE.MOAN.I.NAM.I.NO“ klingt aber viel geschmeidiger, kullert auch im Morgengrauen noch leicht über die vielleicht schon schwere Zunge, weil ganz ohne Konsonanten, diese „eckigen“ Laute, die der deutschen Sprache den poetischen Klang rauben.

Und wo entstehen die schönsten Geschichten? Genau, am Tresen in der Bar, am letzten noch besetzten Tisch im Wirtshaus. Wunderbare Geschichten über das kribbelige „Schockverliebtsein“ in die Kellnerin oder wildes Tanzen bis zum Morgengrauen. Herrliche Erinnerungen, die jede*r kennt, die ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern und ein schönes Gefühl im Bauch machen.

So wie das neue Programm der Kapelle So&So auch. Ein spannender Streifzug durch verschiedene musikalische Genres wie Reggae, Salsa, HipHop, Soul oder Ska, der sich in wilden Polkas, weichen Walzern, mitreißenden Märschen oder A Capella-Gesang präsentiert und dabei auch mal durchs Barock streift. Dazwischen natürlich die Geschichten vom Tresen.